Reisebericht 8. Teil vom 16.03. -
18.04.02
Fr. 15.03.02: Am Nachmittag machen wir noch einen Stadtbummel in Arica
und besichtigen dabei die Kirche San Marcos, welche 1889 als Fertigbau-Eisenkonstruktion
errichtet wurde. Ihr Architekt war der Franzose Eiffel, also derselbe
wie des Eiffelturms von Paris. Danach fahren wir zu einer Tank-/Servicestelle,
um unser Landy einmal richtig waschen zu lassen, dies natürlich
auch mit Chassisreinigung. Dadurch können wir wieder einmal eine
Kontrolle unter dem Fahrzeug durchführen. Später treffen wir
wieder Sonja und Martin und wir fahren nördlich der Stadt an den
Strand um zu übernachten.
Sa. 16.03.02: Wir geniessen den Morgen noch am Strand und planen, resp.
besprechen unsere weitere Fahrt. Zur Diskussion steht, ob wir überhaupt
nach Peru fahren sollen. Ein Punkt dagegen ist auch die verbleibende
Zeit die wir bis zu unserer Einschiffung haben. Da das gebuchte Schiff
eine Kollision ausserhalb Buenos Aires hatte, fällt dies aus. Die
Einschiffung ist nun mit der nachfolgenden Fähre am 27. Mai in
Paranagua, Brasilien. Ursprünglich war Peru nicht in unserer Reise
eingeplant. Wir beschliessen, auch aus Sicherheitsgründen, nicht
nach Peru zu fahren, sondern direkt nach Bolivien. Dafür möchte
Doris und ich nach Cusco / Peru fliegen, um die Ruinen von Machu Picchu
zu besichtigen. Sonja und Martin besuchten diese bereits vor vier Jahren.
Nach dem Essen fahren wir zu einem Campingplatz in der Nähe. Es
hat einige Plätze, doch es ist nicht einfach, denn alle sind mehr
auf Zelte und Tagesaufenthalter ausgerichtet. Nach einigem Suchen finden
wir einen, welcher auch ein Swimmingpool hat. Am Fahrzeug von Sonja
und Martin stimmt etwas nicht, denn hinten tönt es nicht gut. Auf
dem Platz stellt Martin fest, dass der rechte hintere Stossdämpfer
gebrochen ist. Dies ist ja nun kein Problem, denn wir montieren kurzum
einer unserer alten.
So. 17.03.02: Wir haben gut geschlafen, denn es war absolute Ruhe.
Es hat praktisch keine Leute, welche auf den Plätzen übernachten.
Wir kontrollieren heute die Unterseite des Fahrzeugs. Auch Martin probiert
nochmal den High-Jack, denn gestern hatte er ein Problem mit der Funktion.
Er stellt fest, dass er den Wagen nur noch anheben, jedoch nicht mehr
runter lassen kann. Das Problem ist, dass ein Splint gebrochen ist.
Nun ja, wir haben den selben und wir werden ihnen unseren später
für ihre Weiterreise geben.
Wir beschliessen, hier nochmals einen Tag zu verbringen, bei herrlich
warmem Wetter.
Mo. 18.03.02: Heute fahren wir weiter, wiederum über Putre Richtung
Bolivien. Da wir uns zuerst an die Höhe gewöhnen wollen, fahren
wir erst am frühen Nachmittag los und übernachten in 3200
m Höhe, in derselben Region wie vor einigen Tagen.
Di. 19.03.02: Wir fahren rechtzeitig weiter, denn wir möchten
vor dem Mittag an der bolivianischen Grenze sein. Bei herrlichem Wetter
fahren wir durch den NP Lauca und geniessen nochmals die Zwillings-Vulkane.
Kurz danach erreichen wir den chilenischen Grenzposten. Nach 10 Minuten
ist alles klar und wir können weiter zum bolivianischen Posten
fahren. Wir sind gespannt, wie dies ablaufen wird. Wir parkieren unsere
Fahrzeuge und die Formalitäten werden in vier verschiedenen Büros
abgewickelt. Wir haben Glück, es geht recht schnell und vorallem
werden unsere Fahrzeuge nicht in den Pässen eingetragen. Dies ist
wichtig für uns, denn somit können Doris und ich ohne Probleme
das Land ohne Fahrzeug verlassen und nach Cusco fliegen. Erstaunlich,
bereits nach einer halben Stunde fahren wir, mit etwas bolivianischem
Geld in der Tasche, weiter Richtung La Paz. Es sind bis La Paz etwa
280 km zu fahren und wir beschliessen, vorher möglichst in ländlicher
Region zu übernachten. So finden wir einige Zeit später eine
Möglichkeit, etwas abseits der Strasse unsere Fahrzeuge zu parkieren.
Tatsächlich ist es nicht einfach, in dieser Region einen Platz
zu finden.
Mi. 20.03.02: Wir haben gut geschlafen und fahren nun voller Spannung
weiter Richtung La Paz. Die Strasse ist geteert und es wird auch Strassengebühr
erhoben. Die Strassen in der Aglomeration von La Paz sind sehr schlecht
und weisen teilweise riesige Löcher auf, welche, wenn man nicht
aufpasst, zu einem Achsbruch führen könnten. Auch ändert
sich der Fahrstil der Automobilisten. Zudem haben Busse Vortritt und
so heisst es einfach aufpassen. Gegen Mittag erreichen wir El Alto,
die Oberstadt von La Paz. Die Stadt ist in einer Talsenke zwischen den
Bergen angelegt, liegt auf einer Höhe zwischen 4100 - 3100 müM.
und hat 1.5 Mio. Einwohner. Von El Alto führt eine gebührenpflichtige
"Autobahn" hinunter in das Zentrum von La Paz. Rund um die
Region der Zahlstelle ist ein riesiges Verkehrschaos und ein Gross-Aufmarsch
der Polizei --- eine Demonstration. Für uns ist dies jedoch kein
Problem und wir fahren hinunter zum Zentrum. Unterwegs halten wir an
verschiedenen Aussichtspunkten, wo wir die unglaublich angelegte Stadt
bestaunen. Wir haben einen guten Stadtplan, welchen wir Sonja und Martin
geben. Sie fahren voraus und wir haben natürlich auch unsere Funkgeräte
eingeschaltet. Kurze Zeit später erreichen wir das Zentrum und
das Chaos auf den Strassen ist unglaublich. Fahrzeuge links und rechts
fahren sehr, sehr nahe neben uns. Jeder fährt anscheinend auf das
Äusserste. Neben den Löchern oder den hochstehenden Kanalisations-Betondeckeln
muss man also noch sehr auf das Geschehen links und rechts aufpassen.
Man kommt ins Schwitzen und wir meinen schnell, wenn's nicht sein muss,
lieber mit Microbus oder Taxi in die Stadt zu fahren. Wir durchqueren
die ganze Stadt bis zur Ostseite, wo am Stadtrand das Hotel Oberland,
vom Schweizer Walter Schmid liegt. Wir haben von anderen Reisenden gehört,
dass man auf seinem Gelände campen darf.
Wir sind erleichtert, als wir das Hotel gut gefunden haben. Danach
fragen wir Walti, ob wir einige Tage bei ihm die Fahrzeuge hinstellen
und darin übernachten könnten. Kein Problem, sagt er und zeigt
uns eine Hofeinfahrt, wo wir unsere Fahrzeuge hinstellen können.
Das Viertel hier ist recht sicher und auch ruhig. WC- Anlage steht zur
Verfügung und gegen ein Entgeld können wir auch duschen. Am
Abend geniessen wir die gute Küche mit Schweizer Spezialitäten.
Hier in La Paz gibt es noch die Garage - Werkstatt von Ernesto Hug,
ebenfalls einem Schweizer, welcher einen sehr guten Ruf hat. Sonja und
Martin, fahren morgen dahin, um Revisionsarbeiten am Fahrzeug zu machen.
Ebenfalls wollen sie die Stossdämpfer hinten und auch vorne ersetzen.
Do. 21.03.02: Heute fahren Doris und ich mit einem Microbus in das
Zentrum der Stadt. Das Busfahren hier ist ein absolutes Erlebnis. Die
grösseren Busse sind etwas langsamer als die Microbusse. Stationen
kennt man hier nicht und so kann man ein- oder aussteigen wo man will.
Ein Microbus hat ein Fahrer und eine Person, die das Geld einzieht.
Praktisch während der ganzen Fahrt schreit diese aus dem Fenster
die Fahrroute --- man dreht beinahe durch. Im Zentrum steigen wir direkt
neben dem Büro der Fluggesellschaft aus, um unseren Flug nach Cusco
zu buchen. Wir kaufen nur den Hinflug für den Samstag Morgen, denn
die Rückreise wollen wir mit dem Bus, entlang dem Titicaca-See
über Copacabana zurücklegen.
Nach dem Kauf der Billete machen wir einen Rundgang mit "lädele"
im Zentrum. Am Nachmittag besuchen wir auch das Coca-Museum, welches
sehr interessant ist. Darin verweilen wir mehr als zwei Stunden. Am
Abend fahren wir mit dem Mircrobus zurück zum Hotel Oberland, dabei
ist es nicht einfach, in hunderten von Microbussen den richtigen zu
finden, welcher diese Strecke fährt.
Später kehren auch Sonja und Martin von der Werkstatt zurück
und berichten von Ihren Problemen mit den Stossdämpfern. Wir beschliessen,
am Ostermontag auch mit unserem Fahrzeug in die Werkstatt zu fahren.
Dabei werden wir alles überprüfen und für hinten und
vorne Ersatzstossdämpfer kaufen. Wie wir hören und auch bereits
bemerkt haben, sind die Strassen hier in Bolivien noch einiges schlechter
als die Naturstrassen in Chile und Argentinien. Dies hat sich bereits
ausgewirkt, dass z.B. am Morgen bei der Wegfahrt von Sonja und Martin,
der montierte Ersatz-Stossdämpfer erneut gebrochen ist.
Fr. 22.03.02: Sonja und Martin fahren wieder zur Garage und Doris und
ich bleiben den ganzen Tag beim Hotel und geniessen das schöne
Wetter. Am Abend parkieren wir noch unser Fahrzeug an einen speziell
gesicherten Platz in der Hotelanlage, wo wir dies bis zu unserer Rückkehr
von Peru stehen lassen können. Man bestellt für uns ebenfalls
ein Taxi auf morgen 6.00 Uhr, um zum Flughafen zu fahren.
Sa. 23.03.02: Früh stehen wir auf und wir sind gespannt, ob das
Taxi wiklich kommt. Tatsächlich, pünktlich trifft es beim
Hotel ein und wir fahren voller Erwartungen zum Flughafen. Es hat noch
wenig Verkehr in der Stadt, und er fährt zügig durch das Zentrum.
Das Rotlicht der Lichtsignalanlagen wird nur berücksichtigt, wenn
einer von links oder rechts kommt --- spannend!!
Etwas erleichtert erreichen wir den Flughafen und können sofort
das Check-in machen. Auf Sicherheit wird nun grossen Wert gelegt und
man zeigt uns eine Liste, was alles nicht im Handgepäck sein darf.
Da wir jedoch nur Handgepäck haben, können wir unser Sackmesser,
welches immer im Rucksack ist, zwei Amerikanerinnen in die Tasche geben.
Doch später beim perönlichen Check entdecken sie noch die
kleine Nagelschere, welche sofort beschlagnahmt wird. Nun das Sicherheitssystem
ist sicher noch nicht perfekt, denn für Luftpiraten gibt es immer
noch weitere Möglichkeiten.
Der Flug nach Cusco dauert nur 45 Minuten. Nach der Passkontrolle wechseln
wir zuerst Geld, denken US$ 300.-- sind genug. Hinter uns drängen
bereits Taxifahrer und Agenten von Reiseagenturen mit ihren Angeboten.
So fahren wir mit den zwei Amerikanerinnen in das Zentrum. Der freundliche
"offizielle Taxifahrer" hilft uns bei der Suche nach einem
Hotel und entpuppt sich auch als Agent einer Reiseagentur. Wir finden
ein gemütliches Hotel und danach schwatzt er uns die Ohren voll
mit Fahrten zu Sehenswürdigkeiten und Billetverkauf für Zug,
Bus, Eintritt, und, und, und. Natürlich nicht gratis, denn 20 %
sei seine Kommission. Doch wir sind etwas müde und erklären
ihm, dass wir dies selbst besorgen werden und so verschwindet er nach
einer Weile wieder. Kurz danach begeben wir uns zum Bahnhof, um Billete
nach Machu Picchu zu kaufen. Die Frau am Schalter erklärt uns,
dass es keine Plätze mehr gäbe in den nächsten Tagen.
Doch nach einigem Hin und Her findet sie doch noch eine Möglichkeit
und verkauft uns Billete für die Hinfahrt im Backpacker (billigster
Touristenzug) und die Rückfahrt im Autowagon (luxuriöser).
Danach fahren wir zum Bus-Terminal, um uns die Billete nach Copacabana
zu besorgen. So kaufen wir Tickets für den Nachtbus, welcher am
kommenden Dienstagaben um 21.30 Uhr fährt.
Am Nachmittag machen wir einen Rundgang im Zentrum und besichtigen
verschiedene Sehenswürdigkeiten. Vor allem hat es viele, sehr prunkvolle
Kirchen. Am Abend besuchen wir ein Restaurant und essen eine Spezialität
von Peru und Bolivien "Meerschweinchen". Schon während
dem Essen sind wir der Meinung, dass wir diese Spezialität bereits
dreimal gegessen haben: das erste, einzige und letzte Mal. Wahrscheinlich
hatte dieses Tier einige tausend Laufstunden hinter sich und die Haut
war wie ein lackierter Gummi.
So. 24.03.02: Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi
zu den Ruinen von Sacsayhuaman, wo man eine schöne Aussicht auf
die Stadt hat. Wir haben Glück mit dem Wetter, so dass wir auch
die wärmende Sonne auf uns wirken lassen. Später spazieren
wir gemütlich hinunter ins Zentrum und verbringen die restliche
Zeit mit "lädele". Zum Nachtessen propieren wir eine
weitere Spezialität, Alpaka-Filet. Dies ist nun wesentlich besser
als das Essen vom Vorabend.
Mo. 25.03.02: Früh stehen wir auf, denn um 6.00hr müssen
wir bei der Zugstation sein. Der Autowagon- und Backpackerzug stehen
schon bereit. Meistens haben die Züge Wagenbezeichnungen von A
- F. Wir haben Billete F, Sitze Nr. 57 + 58. Jeder Wagen hat zwei Personen
Servicepersonal. Beim Wagen F erklärt uns die Señora, dass
es in diesem Wagen nur Sitze bis Nr. 42 hat, also unsere Sitze gar nicht
gibt. Wir sollen doch mit dem späteren Zug fahren. Nach kurzer
Aufregung beruhigt man uns und weist uns zu einer anderen Dame. Diese
führt uns dann zum teureren Autowagonzug und organisiert uns zwei
Sitzplätze, d.h. wir erhalten ein "Upgrade", ohne Aufpreis
zu bezahlen.. Dies ist der erste Zug der am Morgen abfährt und
zudem gibt es gratis ein Frühstück. Die Zugfahrt dauert beinahe
4 Stunden für eine Distanz von 110 km.
Gegen Mittag erreichen wir Aguas Calientes und wir schauen uns zuerst
um für ein Hotel. Wir finden auch problemlos ein nettes Hotelzimmer
zu günstigen Konditionen. Aguas Calientes lebt nur vom Tourismus
und so ist vor allem bei den Restaurants ein grosser Wettbewerb. Wir
geniessen den Nachmittag mit einem kleineren Spaziergang und dem Beobachten
von Vögeln.
Di. 26.03.02: Erneut stehen wir früh auf, denn wir wollen mit
dem ersten Bus um 6.30 Uhr zu den Ruinen fahren. So stehen wir auch
als erste um 6 Uhr vor dem Billet-Schalter. Der Bus ist bald besetzt
und wir fahren etwas früher los. Für die 9 km Fahrt, hoch
zu den Inka Ruinen von Machu Picchu dauert die Fahrt etwa eine halbe
Stunde. Oben bei den Ruinen hat es noch nicht viele Leute und wir geniessen
einen herrlichen Ausblick auf die imposante Anlage. Erst gegen Mittag
kommen sehr viele Touristen, da die meisten direkt vom Zug kommen und
nur einen Tagesausflug von Cusco machen. Um 11.30 Uhr fahren wir mit
dem erstmöglichen Bus zurück nach Aguas Calientes, wo wir
gemütlich Mittagessen. Um 15 Uhr fährt unser Zug zurück
nach Cusco. Erneut kommen wir etwas in Aufregung, denn diesmals fehlt
der Wagen F. Doch offenbar haben sie die Schilder falsch hingestellt
und haben nach B einen Wagen nicht bezeichnet. So erklären sie
uns, dass dieser F sei und stellen später auch noch die entsprechende
Tafel davor. Bei Dunkelheit erreichen wir Cusco und wir haben einen
schönen Blick auf die nächtliche Beleuchtung.
Nach dem Nachtessen im Zentrum fahren wir mit dem Taxi zum Bus-Terminal.
Das Taxi kostet jedesmal 2 Soles (=Fr. 1.--). Danch haben wir noch 2.20
Soles übrig, d.h. wir hatten Glück mit unserer Berechnung
für den Geldwechsel. Doch als wir in den Bus einsteigen wollen,
verlangt man von uns nochmals je 1 Soles als Terminal-Taxe. So bleibt
nur noch 0.2 Soles und wir denken, wir haben Glück gehabt. Pünktlich
fahren wir mit einem komfortablen Bus um 21.30 Uhr ab, vorerst nach
Puno. Die Stadt liegt am Titicacasee und nahe zur bolivianischen Grenze.
Mi. 27.03.02: Doris schläft gut im Vergleich zu mir und realisiert
zum Glück nicht, wie schnell der Bus teilweise durch kleinere Dörfer
fährt. Um 4 Uhr erreichen wir Puno und man sagt uns, dass der Bus
um 6 Uhr weiterfährt. Doris erhält noch Rabatt, um auf das
WC zu gehen, denn normalerweise kostet es 0.5 Soles, aber ohne Papier
reichen 0,2 Soles. Als alle wieder um 6 Uhr im Bus sitzen, teilt man
uns mit, dass der Bus gereinigt werde und erst um 8 Uhr weiterfahre.
Im Bus lernen wir zwei Paare aus Neuseeland kennen und diskutieren mit
ihnen während dieser Fahrpause. Bevor wir nun wieder in den Bus
einsteigen können, müssen wir erneut 2 Soles Taxe bezahlen.
Die Neuseeländer geben uns dieses Geld, da wir ja keine Soles mehr
haben. Um 8 Uhr fahren wir weiter dem Titicacasee entlang, über
die Grenze nach Copocabana in Bolivien. Noch vor Mittag erreichen wir
den Wallfahrtsort Copacabana. Der Name des kleinen Städtchens soll
auch Ursprung sein für den Namen des bekannten Badestrandes Copacabana
in Rio, Brasilien. Wir haben zum Glück ein Zimmer reserviert, da
über die Ostertage sehr viele Leute erwartet werden. Den Nachmittag
verbringen wir mit einem Ortsrundgang. Zum Nachtessen treffen wir uns
mit den Neuseeländern.
Do. 28.03.02: Wir stehen früh auf und machen eine Bootsfahrt zu
der Sonnen- und Mondinsel. Diese dauert den ganzen Tag und wir haben
Glück mit dem Wetter. Das Schiff ist nicht das modernste, aber
was soll's. Auf dem gleichen Schiff befindet sich ein jüngeres
Schweizer Paar. Nach etwas plaudern stellt sich heraus, dass die Mutter
des Mannes an der gleichen Strasse wie Doris aufgewachsen ist und sie
zusammen zur Schule gingen. Die Welt ist schon klein. Wir haben den
Tag genossen und nehmen nochmals das Nachtessen mit den Neuseeländern
ein.
Fr. 29.03.02: Heute ist Karfreitag und wir spazieren den steilen Kreuzweg
hoch und geniessen oben den Blick auf den Ort. Es sind viele Pilgerer
unterwegs und es ist interessant, das Geschehen zu beobachten. Man stellt
bald fest, dass die religiöse Einstellung noch mit indianischen
Rythen vermischt ist. Am Nachmittag gehen wir zur Kathedrale. Unglaublich
ist der Rummel in der Kirche, während vorne die Leidensgeschichte
Jesu gelesen wird. Leute gehen rein und raus, mitgeführte Hunde
bellen, Handy-Telefone sind zu hören, Fremdenführer zeigen
die Kirche, nervöse Videoaufnahmen werden gemacht, Polizei bewacht
links und rechts den Altar, usw. usw.
Am Abend gehen wir nach dem Nachtessen nochmals zur Kirche und sehen
die Prozession durch den Ort. Viele Leute sind auch sonst auf der Strasse
und es herrscht ein grosses Verkehrschaos.
Sa. 30.03.02: Am frühen Nachmittag ist die Rückfahrt mit
dem Bus nach La Paz. Diesmal ist er nicht zu luxuriös aber, wie
wir etwas später feststellen, doch einiges bequemer als mit einem
Microbus, in welchen 15 - 16 Personen (anstelle 12) sitzen. Am Abend
erreichen wir das Hotel Oberland, wo wir bereits von Sonja und Martin
erwartet werden. Besten Dank an Walter Schmid, dass wir unser Fahrzeug
so sicher stehen lassen konnten.
So. 31.03.02: Heute heisst es ausruhen, aber wir staunen nicht schlecht,
als ein Mann daher kommt und uns auffordert, die Fahrzeuge umzuparkieren.
Nach der Frage warum, erklärt er uns, dass er jetzt die Bäume
in unserer Nähe fällen müsse, da anschliessend Fruchtbäume
angepflanzt werden, und dies am Ostersonntag.
Mo. 1.04.02: Wir fahren zusammen mit Sonja und Martin gegen 8 Uhr zur
Garage von Ernesto Hug, wo wir zuerst unsere Bremsen kontrollieren.
Die hinteren Beläge müssen wir ersetzen. Diese Arbeit machen
wir selbst. Ernesto meint, dass wir die vorderen Stossdämpfer noch
nicht auswechseln sollen. Wir haben ja Ersatz bestellt und wissen jetzt
auch, wie diese auszuwechseln wären. Ebenfalls haben wir nochmals
ein Ersatzpaar für hinten gekauft. Wir hoffen aber, dass alles
bis nach Hause hält. Ebenfalls kontrollieren und ersetzen wir die
Getriebeöle und schmieren an den notwendigen Stellen. Auch Martin
ersetzt an ihrem Fahrzeug das Differenzialöl und dabei passiert
das Missgeschick, dass sich von der Oel-Abfülleinrichtung eine
Mutter löst und in das Differenzialgehäuse fällt. Oh
Schreck, was nun? Rausfischen mit einem Magnet erweist sich als hoffnungslos.
So heisst es nichts anderes, als alles zu demontieren, Gehäuse,
Achse und und und.
Vorerst ist aber Feierabend und wir können in unseren Fahrzeugen
in der überdachten Werkstatt übernachten.
Di. 02.04.02: Am Morgen beginnen wir mit der Demontage der Antriebswelle,
des Differentialgehäuses, etc. Wir merken aber schnell, dass noch
ein Fachmann gebraucht wird. Nach dem Öffnen der Radlager stellt
sich heraus, dass die Dichtringe nicht mehr gut sind und die Radlager
ersetzt werden müssen. Vielleicht musste es so kommen, um vor einem
grösseren Schaden verschont zu bleiben. Am Abend steht das Fahrzeug
auf Böcken und vorne ist alles weggeschraubt, d.h. eine weitere
Übernachtung hier. Sonja und Doris haben in der Zwischenzeit den
Tag mit lädele in La Paz verbracht.
Mi. 03.04.02: Heute müssen vorerst die Ersatzteile besorgt werden,
da aber die Land Rover Vertretung diese Teile nicht hat, müssen
entsprechende gesucht werden. Nun, wir haben Glück, so dass am
Nachmittag mit der Montage begonnen wird, dies natürlich nur durch
eine Fachperson. Tatsächlich wären wir nicht in der Lage,
diese Arbeiten auszuführen. Da er nicht fertig wird, heisst es
wiederum im selben Areal zu übernachten. Den langen Abend überbrücken
wir mit Monopoly spielen.
Do. 04.04.02: Der Mechaniker geht am Morgen direkt ans Werk und vor
Mittag ist alles wieder beisammen, ausser dass die Schrauben der Antriebswelle
am Nachmittag noch ersetzt werden müssen. Der Landy läuft
aber und Martin kann ihn über Mittag mit dem Hochdruckreiniger
waschen.
Danach fahren wir zu einem modernen Einkaufszentrum, um diverse Lebensmittel
zu kaufen, und später zum Hotel Oberland zum übernachten.
Fr. 05.04.02: Wir stehen frühzeitig auf, denn wir wollen vor dem
grossen Verkehr die Stadt durchqueren. Doch der Verkehr ist bereits
stärker als erwartet und wir benötigen eineinhalb Stunden
dafür. Wir sind froh, dass wir es ohne Probleme geschafft haben.
Unser Ziel ist die Region von Oruro zu erreichen. Unterwegs sind einige
Zahlstellen, um Strassengebühr zu zahlen. Wir haben auch Glück,
denn an einer Stelle hat die Polizei unmittelbar vor unserer Durchfahrt
eine Strassenblockade aufgelöst. Strassenblockaden werden u.a.
mit grossen Steinhaufen gemacht und wir müssen vorsichtig, aber
schnell durchfahren. Am frühen Nachmittag erreichen wir Oruro und
fahren weiter Richtung Süd. Wir übernachten etwas abseits
der Strasse einige Kilometer ausserhalb des Ortes Huari.
Sa. 05.04.02: Wir haben gut geschlafen und fahren weiter bis zum Salar
von Uyuni, welchen wir im Laufe des Nachmittags erreichen. Der Salar
von Uyuni ist die grösste Salzfläche (10'000 km2) der Erde.
Wir entschliessen uns, direkt am Salar zu übernachten, da wir bei
Sonnenuntergang, resp. Sonnenaufgang fotografieren wollen. Das Wetter
ist herrlich und wir geniessen die schöne Abendstimmung.
So. - Do. 06.- 11.04.02: Die Nacht war kalt, denn wir befinden uns
auf einer Höhe von 3670 m. Wir fotografieren beim Sonnenaufgang
und Sonja und Martin kommen anschliessend in unser Fahrzeug, um sich
mit einer heissen Ovo aufzuwärmen. Gegen 9 Uhr fahren wir weiter
südlich. Wir wollen während 3 -4 Tagen eine Rundfahrt bis
zum südlichsten Punkt des Altiplano machen. Die ganze Rundfahrt
ist Naturstrasse und etwa 750 km weit. Am Sonntag fahren wir ca. 150
km, wobei wir uns verfahren, da es keine Wegweiser gibt, und effektiv
nur eine Distanz von etwa 80 km zurückgelegt haben.
Am Montag stehen wir rechtzeitig auf, denn heute möchten wir gerne
etwas von der gestern versäumten Distanz aufholen. Die Strassen
sind alles andere als gut und man kann diese kaum als Strassen bezeichnen,
es sind mehr steinige Wege. Ein grosses Problem ist auch, dass keine
Wegweiser und keine Ortsnamen sind. Nach kurzer Zeit fahren wir am Südrand
des Salars entlang und versuchen die bestmögliche Route zu erwischen.
Teilweise fahren wir auf dem Salar. Es ist angenehm auf dem Salar zu
fahren, doch wir sind uns bewusst, dass dies auch heimtückisch
sein kann. Nach einiger Zeit wird die Piste immer schlechter und es
ist sehr schwierig den richtigen Weg zu finden. Sonja und Martin fahren
immer voraus und plötzlich geraten sie in tiefe Furchen und bleiben
schlussendlich in einer bachbettähnlichen Vertiefung hoffnungslos
stecken. Auch für uns ist das Gelände sehr schwierig. Wir
versuchen sie vorwärts rauszuziehen und haben Mühe diese Vertiefung
zu überqueren. Wir schaffen es und scheitern aber beim Versuch,
sie rauszuziehen. So drehen wir um und versuchen, sie rückwärts
rauszuziehen. Kurz nach dem Wenden, bleiben wir ebenfalls stecken. Wir
haben keine andere Wahl, als beide Fahrzeuge auszuschaufeln. Wir benötigen
an unserem Fahrzeug etwa 3 1/2 Stunden, um es freizuschaufeln. Zum Glück
haben Sonja und Martin auch Sandbleche, denn wir benötigen alle
vier. Wir schaffen es und helfen auch Sonja und Martin. Ein Versuch
mit dem Seilzug scheitert, da der Eisenpfahl nicht gut verankert ist.
Bei ihrem Landy brauchen wir ebenfalls alle vier Sandbleche. Auch hier
schaffen wir es nach einiger Zeit. Danach benötigen wir mehr als
eine Stunde, um das Material nur einigermassen zu reinigen und wegzuräumen.
Nach einigen hundert Metern Weiterfahrt erreichen wir ein ähnliches
Hindernis wie zuvor. Wir suchen den "besten" Weg aus und Sonja
und Martin schaffen es einigermassen. Wir hingegen sind etwas schwerer
und bleiben mit den Hinterrädern erneut stecken. Zum Glück
stehen die Vorderräder auf festem Grund. Erneut heisst es schaufeln
und die Sandbleche unterlegen. Nach einer weiteren Stunde ist es soweit.
Sonja und Martin ziehen uns mit den Bergegurten heraus. Wir sind geschafft,
denn so zu schaufeln in dieser Höhe bringt uns völlig ausser
Atem. Wir fahren weiter, jedoch mit grösserer Distanz voneinander.
Sonja und Martin bleiben beinahe erneut stecken und wir sehen, dass
wir diesen Weg nicht fahren können. Kurz vorher haben wir eine
Abzweigung gesehen, weshalb wir vorsichtig unser Fahrzeug wenden um
diesen Weg zu fahren. Wir haben Glück, denn dieser sieht einiges
besser aus und ist auch wieder einfacher befahrbar. Einige hundert Meter
trennen uns nun in der Fahrspur von Sonja und Martin. Der Weg vor ihnen
ist schlecht und so versuchen sie, quer auf unseren Weg zu fahren. Der
Untergrund ist gut und wir sind glücklich, dass wir auf einem akzeptablen
Weg weiterfahren können. Einige Zeit später erreichen wir
eine Kontrollstation. Hier ist das Ende des Salars und die Piste wird
wieder sandig und steinig. Wenige Kilometer danach übernachten
wir.
Am Dienstag früh geht die Fahrt voller Hoffnung weiter. Der Weg
geht bergauf und wird nach einiger Zeit katastrophal. Grosse Steine
sind zu überwinden und unser Landy schafft es knapp mit grossem
Stöhnen und Gestank. Es ist, als ob man eine Geröllhalde hinauffährt.
Wir sind noch nicht zu weit gefahren, haben aber bereits die Nase voll
und überlegen, ob wir nicht umkehren wollen. Wir fahren etwas weiter
und machen Mittagspause. Da immer etwa Fahrzeuge von geführten
Touren vorbeifahren, stoppen wir ein Fahrzeug und erkundigen uns betreffend
dem Zustand des Weges, der vor uns liegt. Es werde nun besser, erklärt
man uns, weshalb wir uns entscheiden, weiter zu fahren, jedoch nur bis
zur Laguna Colorada. Tatsächlich wird es besser, da wir zum Teil
durch Wüstengebiet fahren und der Weg sandig wird. Die Landschaft
ist fantastisch hier mit verschiedenfarbigen Bergen. Auch kommen wir
immer wieder an Lagunen mit vielen Flamingos vorbei. Gegen Abend erreichen
wir die Laguna Colorada und zahlen den Parkeintritt. Da aber der Wind
so stark weht, gehen wir schnell zum Rand der Lagune und fahren etwa
eine halbe Stunde später zurück zu einem windgeschützten
Platz, um zu übernachten. Wir sind uns bewusst, dass die Nacht
kalt wird, denn wir befinden uns nun auf einer Höhe von 4600 m.
Wir haben nicht sehr gut geschlafen und die Dachlucke ist mit einer
Eisschicht überzogen. Bei Sonja und Martin hat sich am Wasserhahn
ein Eiszapfen gebildet. Auch bei unserem Lavabo ist die Leitung eingefroren.
Martin hat die Temperatur gemessen und es war -5°C in ihrem Fahrzeug.
Beim Aufstehen bekommen wir plötzlich Mühe mit der Höhe.
Nach Cocablätter kauen, Coramin, etc. geht es dann nach einer Weile
wieder etwas besser. Auch unser Lany hat etwas Mühe zum starten.
Nach einiger Zeit wärmt auch die Sonne etwas auf, so dass wir unsere
Rückfahrt unter die Räder nehmen. Der Zustand des Rückweges
den wir fahren wollen, sollte nun besser sein. Erneut haben wir etwas
Mühe die richtige Route zu finden, die Speicherung von Wegpunkten
in unseren GPS-Geräten gibt uns aber einige Sicherheit. Tatsächlich
ist der Weg nun besser und wir schaffen eine grössere Distanz am
Mittwoch. Wir übernachten im Valle de Roca, eine eindrückliche
Stein und Felslandschaft und fahren am Donnerstag zurück bis nach
Uyuni. Weiter geht's Richtung Potosi und wir übernachten einige
Kilometer ausserhalb Uyuni in einem ausgetrockneten Flusslauf.
Fr. 12.04.02: Wir fahren weiter nach Potosi, der Silberstadt von Bolivien.
Hier ist die grösste Silbermine der Welt. Wir sind etwas schockiert,
als wir in Potosi eintreffen. Der Fluss unterhalb der Stadt (ca. 120'000
Einwohner) ist grau und stinkt. Das Flussbett ist voller Abfall. Die
Strassen sind dreckig und überall ist Abfall zu sehen. Im Zentrum
herrscht ein riesiges Chaos. Nach einer ungewollten Stadtrundfahrt,
denn wir finden keinen Parkplatz, fahren wir (nach zwei Versuchen die
richtige Ausfahrt zu finden) weiter Richtung Sucre, der Hauptstadt von
Bolivien. Endlich ist die Strasse wieder geteert und wir finden nach
einigen Kilometern eine Möglichkeit zur Übernachtung. Wir
sind froh, auch wieder in einer tieferen Höhenlage (3650 m) zu
sein und geniessen dies mit einem gemeinsamen Nachtessen mit Sonja und
Martin in unserem Landy.
Sa.13.04.02: Wir haben gut geschlafen und fahren weiter bis nach Sucre,
welches wir gegen Mittag erreichen. Das Zentrum der Stadt (ca. 140'000
E) hat viele Häuser im kolonialen Baustiel. Die Stadt wirkt sauber
und es ist keine Hektik zu spüren. Wir benutzen die Gelegenheit
für Internet und Einkauf im Supermercado. Einige Zeit später
fahren wir weiter Richtung Tarabuco, welches etwa 60 km entfernt ist.
Wir wollen nicht sehr weit fahren und finden früh einen Platz zur
Übernachtung.
So. 14.04.02: Wir stehen erneut rechtzeitig auf, denn in der Nähe
der Strasse zu übernachten kann hier in Bolivien etwas problematisch
sein, da immer viele Leute unterwegs sind. So mussten z. B. Sonja und
Martin, während wir in Peru waren, einmal den Übernachtungsplatz
fluchtartig verlassen, denn sie wurden von 3 Männer bedroht und
aufgefordert, innert Minuten zu verschwinden. Diese Erfahrung lässt
einem natürlich auch je nach Ort etwas unruhig schlafen.
Heute fahren wir zu dem in Bolivien bekanntesten Sonntags-Markt in
Tarabuco. Zum Ort sind noch etwa 30 km zu fahren und wir erreichen diesen
etwa um 10 Uhr. Die Fahrzeuge können wir gut parkieren und zum
Zentrum sind nur einige hundert Meter. Es ist sehr interessant, die
Leute in ihren farbigen Trachten zu sehen mit ihren lustigen Hüten
wie Helme oder andere wiederum mit silbernen Pailleten verziert. Es
ist eine gute Stimmung und natürlich sind auch einige Touristen
hier. Die Leute zu fotografieren ist nicht ganz einfach und es könnte
durchaus sein, dass sie etwas entgegenwerfen oder dafür Geld verlangen.




Marktbilder von Tarabuco
Am Mittag fahren wir weg, vorerst wieder zurück nach Sucre und
von dort weiter über Naturstrassen nach Samaipata, in der Nähe
von Santa Cruz. Wir haben etwa 350 km Naturstrassen vor uns und rechnen,
dass wir Samaipata am Montagabend erreichen werden. Gegen Abend finden
wir etwas abseits der Strasse, im Grünen eine gute Möglichkeit
zur Übernachtung. Wir sind froh, wieder etwas in tieferen Regionen
(1600 müM.) zu sein und so können wir auch wieder Zikaden
und Vögel hören.
Mo.15.04.02: Heute haben wir noch etwa 200 km Naturstrassen vor uns,
so dass wir wieder früh starten. Wir haben Glück mit dem Wetter,
jedoch ist das Fahren auf der Strasse sehr mühsam, bezüglich
Staub und Rüttelei. Die Landschaft ist sehr hügelig und so
geht es bergauf und wieder runter, richtige Passstrassen. Wir sind froh,
als wir um 15.30h die geteerte Hauptstrasse erreichen. Die restlichen
65 km bis Samaipata schaffen wir in etwas mehr als einer Stunde. Hier
in Samaipata gibt es ein Holländer-Ehepaar, welches seit etwa 20
Jahren hier wohnt. Sie haben einige Zimmer für Touristen und auch
eine Campingmöglichkeit. Das Grundstück liegt etwa 1 km ausserhalb
des Ortes, sehr idyllisch mit schöner Aussicht. Es ist zwar nicht
ganz einfach, unsere Fahrzeug auf der Wiese gerade hinzustellen, aber
wir finden eine Lösung.
Di.-Do. 16.-18.04.02: Endlich können wir wieder ruhig und sicher
schlafen. Vorerst heisst es jetzt grosse Wäsche machen sowie unsere
Fahrzeuge reinigen, Schrauben am Fahrzeug (wir haben wieder eine verloren)
kontrollieren, Luftfilter reinigen, und und und. Wir nutzen auch die
Zeit, um etwas Vögel zu beobachten und den Reisebericht zu schreiben.
Liebe Grüsse an alle Freunde und Verwandten
Max - Doris - Sonja - Martin