Reise - Bericht aus dem südlichen Südamerika

September 2001 - Ende. Mai 2002

von Doris + Max Roth, sowie Sonja + Martin Suter

Reisebericht 2. Teil vom 15.10. - 7.11.2001


So. 15.10.01: Dies ist unser letzter Tag auf Valdes. Wir gönnen uns noch einen Ruhetag in Puerto Piramides. Am späteren Nachmittag entscheiden sich Max und Sonja nochmals für eine Bootstour um Wale zu beobachten, d.h. vor allem um die Video- und Fotoaufnahmen zu ergänzen. Wir haben grosses Glück, denn es sind bereits nicht mehr so viele Wale zu sehen, wie bei unserer Ankunft auf Valdes vor einer Woche. Einen erleben wir zum Beispiel, der über eine Viertelstunde lang immer wieder mit dem Schwanz auf das Wasser schlägt, was für ein Schauspiel!

Mo. 16.10.01 Wir fahren weiter über Puerto Madryn und Trelew, nach Punta Tombo um Magellan Pinguine zu beobachten. Es handelt sich um eine der grössten Kolonien am Festland von Argentinien. Bevor wir Punta Tombo erreichen, übernachten wir bei starkem Wind und bissiger Kälte in der Pampa.

Di. 17.10.01: Der Wind hat sich etwas gelegt. Halb durchfrohren, stehen wir früh auf, da wir gerne ohne eine grosse Besucherzahl, die Pinguine beobachten möchten. Wir erreichen die Kolonie um 8 Uhr und sind wirklich für drei Stunden bei besten Verhältnissen für uns alleine. Gegen Mittag kommen die ersten Busse und da Ebbe herrscht fahren wir am früheren Nachmittag weiter. Die Fahrt geht zurück über Trelew, landeinwärts nach San Carlos de Bariloche am Fusse der Anden. Gegen Abend nimmt die Windstärke erneut zu. Zur Übernachtung suchen wir einen, möglichst vom Wind geschützten Platz. Wir haben Glück, und können etwas abseits der Strasse hinter einem Erdwall unsere Fahrzeuge stellen. Heute Abend weht zum ersten Mal ein warmer Wind, was wir wirklich geniessen. Nach einer, in Bezug auf Wärme, angenehmen Nacht fahren wir weiter. Am Nachmittag beginnt der Wind wieder heftig zu blasen. Da es nun ins Gebirge geht, steigt bei heftigem Gegenwind unser Dieselverbrauch enorm. Am Abend suchen wir erneut einen windgeschützten Platz zur Uebernachtung.

Do. 19.10.01: Wir erleben die bis anhin kälteste Nacht und am Morgen ist unsere Dachlucke mit einer Eisschicht überzogen. Auch ein kurzer Rundlauf nützt nichts um die Glieder aufzuwärmen. Raschmöglichst weiterfahren ist die Devise und gegen Mittag erreichen wir San Carlos de Bariloche (auf etwa 800 m). Die Stadt hat gegen 100'000 Einwohner und liegt an einem grossen See, ähnlich dem Vierwaldstättersee. Die Berge ringsum sind alle mit Schnee bedeckt. Die Region wird auch die Schweiz von Argentinien genannt. Käsefondue, Schokolade, feine Torten, Cafe mit Zutaten und andere uns bekannte Sachen werden angeboten. Schöne moderne Geschäfte laden hier zum einkaufen. Wir übernachten auf einem Campingplatz in der Nähe der Stadt.

Fr. 20.10.01: Da das Wetter nicht so schlecht ist, beschliessen wir auf den nahe gelegenen Aussichtsberg "Cerro Otto" mit der Gondelbahn zu fahren. Dieser ist 1400 m hoch und hat u.a. auch ein Drehrestaurant. Das Wetter wird zunehmend schlechter. Der Wind bläst heftig und es beginnt sogar "in der horizontalen" leicht zu schneien. Nach Einkehr im Restaurant, verzögert sich unsere Rückfahrt infolge zu starkem Wind. Wieder unten angekommen, regnet es teils stark, so dass wir den restlichen Tag in der Stadt verbringen.

Sa. 21.10.01: Die Nacht war wieder kalt, aber das Wetter ist gut und wir geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen. Sonja und Martin möchten gerne grössere Wanderungen unternehmen, daher beschliessen wir, uns für eine Woche zu trennen. Unser Treffpunkt ist der nächste Freitag in der etwa 150 km nördlich gelegenen Stadt San Martin.

Wir geniessen die Tage mit relaxen, wandern und dem kennenlernen der Region. Mit dem Übernachten kann es ab und zu etwas Probleme geben. Da wir nicht jeden Tag auf einen Campingplatz gehen, suchen wir uns natürlich immer einen möglichst schönen Standort mit etwas Aussicht. Die Regionen von Bariloche und auch nördlich, San Martin de los Andes, sind alles Nationalparks und somit kann man nicht einfach überall hinstehen. Ein anderes Problem ist aber auch die momentane Zeit in der wir reisen, denn hier hat die Reisesaison noch nicht begonnen und somit sind viele Campingplätze geschlossen. In den National-parks gibt es aber auch freie Campingplätze, welche teilweise sehr schön gelegen sind.

In diesen folgenden Tagen fahren wir langsam gegen Norden und finden herrliche Plätze an Seen, weg von jeglicher Zivilisation. So verbringen wir zwei Tage am Lago Espejo (Spiegelsee) mit Wald in der Umgebung und die Berge im Hintergrund. Die Seeoberfläche ist spiegelglatt und die Sonne hat bereits mehr Kraft. Wir sind alleine mit einigen Kühen und verschiedenen Vögeln, eine herrliche Idylle. Am zweiten Abend beginnt es zu regnen und anderntags fahren wir weiter nordwärts. Es geht nun ein Teil über Naturstrasse und da es geregnet hat, ist die Strasse etwas schlammig. Zum Fahren kein Problem, hingegen der Dreck...... Nach Beginn der geteerten Strasse und kurz vor unserem nächsten Rastplatz fahren wir an einem Bach vorbei, welcher direkt ideal ist, unser Fahrzeug zu reinigen.

Fr. 26.10.01: Gegen Mittag erreichen wir San Martin de los Andes, ein bekanntes Ski-gebiet in Argentinien. Die Stadt hat etwa 30'000 Einwohner. Die Preise sind hier teils einiges höher als in anderen Regionen. Um 16 Uhr treffen Sonja und Martin ein. Nach kurzem Einkauf von Lebensmitteln gehen wir auf einen Camingplatz einige Kilometer ausserhalb der Stadt, schön am See gelegen. Am Eingang erklärt man uns, dass er geschlossen sei, wir jedoch schon über Nacht bleiben können. Natürlich können dann auch die WC's und Duschen nicht benutzt werden. Den Abend verbringen wir indem wir uns gegenseitig unsere Erlebnis der vergangenen Woche erzählen. So konnten Sonja und Martin Wanderungen machen, welche sie bei ihrem Aufenthalt hier vor vier Jahren gerne gemacht hätten.

Sa. 27.10.01: Heute besuchen wir einige Aussichtspunkte und am frühen Nachmittag machen wir eine Wanderung zu einem schön gelegenen Punkt, wo eine herrliche Sicht ist auf den See und in die Berge. Zurückgekehrt in die Stadt, geniessen wir in einem kleinen Lokal Kaffee, Schokoladentorte und Apfelkuchen, mmmmhh..... sehr fein. Wir meinen, dass es eine gute Abwechslung ist. Anschliessend suchen wir den ACA-Campingplatz am Stadtrand auf. Dieser ist geöffnet und die Infrastruktur ist die beste, die wir bis anhin erlebten. Der Nachteil ist, dass er recht nahe an der Strasse gelegen ist. Wir wählen einen Standplatz ganz nahe am Bach, so dass das Rauschen den Strassenlärm übertönt. Aber einmal mehr kommt es anders als man denkt. Auf dem Areal befindet sich ein kleineres Lokal und hier findet heute Abend eine Hochzeitsfeier statt. Gegen 10 Uhr beginnt die Musik, d.h. vorwiegend Disco-Sound. Wir gehen bald zu Bett.

So. 28.10.01: Der Tag beginnt früh bis sehr früh. Der Disco-Sound erinnert sehr stark an die Streetparade in Zürich. Der einzige Unterschied ist offenbar, dass es hier keine Afterhours gibt, denn der DJ scheint um 06.15 Uhr müde zu sein, ...... dafür sind andere hellwach. Nun ja, wir haben Verständnis, werden uns aber, falls wir an einem anderen Samstag einen Campingplatz aufsuchen, vorher etwas besser umsehen.

Wir fahren heute Richtung Nord um den Vulkan Lanin zu sehen, welcher 3750 m hoch ist. Die einen sagen, es sei einer der schönsten Berge der Welt. Wir haben Glück mit dem Wetter und wir geniessen diesen Berg bei besten Wetterverhältnissen. Er ist schön, aber viele Länder haben auch schöne Berge und wir Schweizer haben sicher bereits schönere gesehen. Heute übernachten wir an einem herrlichen freien Camingplatz, wiederum direkt am Huechulafquen-See gelegen. Wir nennen ihn einfachheitshalber "Laninsee". Da das Wetter schön ist und sehr wenig Wind bläst, wollen Martin und Sonja baden. Nun ja, bei einer Wassertemperatur von 11° hält man es dann wirklich nur sehr kurz aus. Am Abend ist das Motto "grillieren" weshalb auch Holz gesammelt wird ....... übrigens kein Problem, dies ist hier genügend vorhanden.

Mo.29.10.01: Heute machen wir einen Ruhetag und geniessen das herrliche, vorsommer-liche Wetter. An diesem Ort ist "grillieren" beinahe ein "Muss", nur was ist hier die Frage. Nun die Idee eine Pizza auf dem Feuer zu machen wird in Tat umgesetzt. Nur wie macht man einen Pizzateig? Vielleicht schreibt uns dies jemand einmal, aber dennoch war das als Erst-Kreation nicht so schlecht. Der Teig war nicht optimal, aber wir sind noch lernfähig und meinen, dass dies nicht die letzte sein wird auf unserer Reise. Wir geniessen ein 4-Gang Menü mit gutem Wein. Bei zunehmendem Mond studieren wir den südlichen Sternenhimmel u.a. mit dem Kreuz des Südens, einfach ein herrlicher Tag geht zu Ende.

Di. 30.10.01: Wir stehen heute rechtzeitig auf, da wir bis an das Ende des Tales fahren um eine Wanderung zu einem Wasserfall zu machen. Praktisch alle Strassen in diesen See-Tälern sind Naturstrassen, welche teilweise recht eng und nicht so eben sind. Deshalb ist beim fahren etwas Vorsicht angebracht. Natürlich ist auch immer eine grosse Staubent-wicklung, so dass mit grossem Abstand gefahren werden muss. Auch die Aeste der Bäume können diverse Kratzer an unseren Fahrzeugen verursachen. Wenn die Strasse kritisch für unser grösseres Fahrzeug wird, fahren Sonja und Martin erstmals zu einer Erkundung voraus. Das hat sich bis jetzt gut bewährt. So erreichen wir nach einer Weile das Ende des Tales und machen diese Wanderung zum Wasserfall, welcher über 30 m hoch ist. Gegen Abend fahren wir zurück und übernachten erneut an einem schönen Platz am See.

Mi. 31.10.01: Wiederum stehen wir rechtzeitig auf, da wir heute in das nächste südlichere Tal fahren. Im Hauptort dieser Region machen wir noch unsere Lebensmittel-Einkäufe und tanken sicherheitshalber wieder voll. Der Dieselverbrauch auf diesen Naturstrassen ist teilweise recht hoch. Bei der Fahrt ins nächste Tal kommen wir bald zu einem Nationalen Polizeiposten, da eine Weiterfahrt nach Chile möglich wäre. Wir erklären, dass wir nur zu den Seen fahren und zwei oder drei Tage später zurückkehren werden. Nach Aufnahme einiger Daten können wir weiterfahren. Die meisten Polizisten hier sind übrigens sehr freundlich. Die Weiterfahrt verlangt grosse Konzentration, denn die Strasse ist für unser Fahrzeug nicht das gelbe vom Ei, aber wir meistern diese Strecke ohne Probleme. Wie meistens, d.h. wenn wir keine grossen Distanzen zurücklegen wollen, schauen wir frühzeitig für eine Übernachtungsmöglichkeit. Wir finden erneut direkt am See ein freies Campingareal. Solche Plätze sind in Europa nur Wunschvorstellung, See, offener Baumbestand, Wald, Berge und die absolute Ruhe, d.h. keine Leute, keine Autos, keine Flugzeuge ..... einfach super!!!

Da wir sehr schönes Wetter haben, verbringen wir drei Nächte auf diesem Campingareal und geniessen die Tage. In letzter Zeit ist es auch wärmer geworden, so dass wir tagsüber sommerliches Tenue tragen. Das Wasser an diesem See ist bereits etwa 14°C, so dass wir täglich baden können. Einmal machen wir eine Fahrt zu einer Therme. Das heisse Wasser kommt vom nahegelegenen Vulkan Achen Ñiyeu, von welchem wir auch durch ein Lavafeld fahren. Die Strasse dahin ist teilweise sehr eng und mit Neigungen versehen ---- spannend, aber endlich können wir das Verhalten unseres Fahrzeuges besser kennenlernen.

Wir nutzen die Gelegenheiten, die Natur zu beobachten, denn es gibt hier viel zu sehen, wie Blumen, Araukarien-Bäume, Käfer, Hasen, Eidechsen, Vögel und natürlich die Landschaft. Am Abend können wir Eulen beobachten, sehr schön, vorallem die Schleiereule.

Fr. 2.11.01: Heute ist "ausruhen" angesagt und uns erwartet wiederum ein strahlend blauer Himmel. Wir verbringen den Tag mit lesen, anderen Dingen und vor allem mit dem planen unserer weiteren Reise. Ursprünglich planten wir, gemütlich bis Ende Jahr in Argentinien Richtung Süden zu fahren. Das Problem ist, dass uns für den restlichen Teil der Reiseroute, d.h. Chile, Nord-Argentinien, Bolivien, Paraguay und zurück nach Buenos Aires eigentlich im Verhältnis zu dem "Patagonienteil" wenig Zeit bleibt. So kommen wir auf die Idee, in den nächsten Tagen bereits nach Chile zu fahren um dort den südlichen Teil zu bereisen. Dadurch sparen wir wesentlich Zeit und können trotzdem Ende Jahr in Ushuaia verbringen.

Gegen Abend beginnt der Wind zu blasen und bringt uns dunkle Wolken von Westen, d.h. der chilenischen Seite. Es ist klar, dass das schlechte Wetter von Chile kommt. Unmittelbar nach dem Grenzübergang, bei welchem wir nach Chile einreisen möchten, hat es einen Nationalpark, eines der regenreichsten Gebiete in Chile. Die durchschnittliche Regenmenge beträgt pro Jahr etwa 4000 mm, d.h. mehr als die Hälfte der regenreichsten Gebiete von Costa Rica.

Sa. 3.11.01: In der Nacht regnet es teilweise, jedoch am Morgen beginnt bereits die Sonne wieder durch die Wolken zu blicken. Wir haben beschlossen, über San Martin de los Andes und den"Lake-District" zu fahren um den nördlich von Bariloche gelegenen Grenzübergang nach Chile zu passieren. Bereits kurze Zeit nach der Abfahrt haben wir wieder einen absolut blauen Himmel. In San Martin machen wir Einkäufe, besuchen Internet-Cafe, tanken unsere Fahrzeuge und fahren schliesslich zur Übernachtung an den südlich gelegenen Rio Pichi Traful.

Das befahren längerer Strecken von Naturstrassen stellt auch Anforderungen an das Material, denn teilweise wird das ganze Fahrzeug durchgeschüttelt. So hören wir z.Bsp. plötzlich ein Geräusch beim Armaturenbrett, welches tönt, wie das vibrieren eines Metallteils, deshalb die Kompass-Story:

Wir fahren wieder über Split und Stein
der Kompass meint, das ist nicht fein
deshalb beginnt er nun zu stöhnen
für unsere Ohren ist's ein dröhnen.
Uns nervt's und heben ab vom Hocker,
der hat doch eine Schraube locker.
Nein, was ist denn da verkehrt,
jetzt hat er völlig durchgedreht.
Er dreht sich wie ein Karussell
obwohl montiert auf dem Gestell.
Am Abend wird er demontiert,
da hat er auch noch insistiert.
Nach kurzem schütteln und bewegen
beginnt er sich leicht abzuregen.
Streicheleinheiten das tut gut
und macht ihm wieder frischen Mut,
denn die Müllhalde wäre sein Ende
darum macht er nun die Wende.
Kontrolliert und frisch montiert
Wird jetzt auch nicht mehr vibriert.
Etwas Schaumstoff unten rein
und wir hoffen es bleibt bis heim.


So. 4.11.01: Bei herrlichem Wetter machen wir einen Abstecher (ca. 70 km) zu einem Aussichtspunkt am Lago Traful. Die Region soll landschaftlich sehr schön und ein Camping-Paradies sein. Tatsächlich erleben wir eine wunderschöne Landschaft und den schönsten Aussichtspunkt auf der bisherigen Reise. Für unsere Camper gibt es aber nicht so viele Möglichkeiten, weshalb wir weiter südlich fahren, wiederum in die Nähe des Lago Espejo. Das Wetter verschlechtert sich gegen Abend und es beginnt leicht zu regnen.

Mo. 5.11.01: Während der Nacht regnet es und es ist wieder einmal recht kalt. Die Berge sehen ab 1200 m Höhe aus wie leicht gezuckert. Was machen wir nun? Wir beschliessen bereits heute nach Chile zu fahren. Wir wissen, dass die Einfuhr von Milchprodukten, Früchten, Gemüse und Fleisch ein Problem ist, deshalb wird vorher noch ausgiebig gefrühstückt. Der Grenzübertritt nach Chile befindet sich auf einem 1300 m hohen Pass. Auf Passhöhe schneit es, so wie es die einen Leute nun gerne zuhause hätten. Ein tolles Erlebnis, ein neues Fahrgefühl für unser Landy, denn bis jetzt hat er noch keinen Schnee gesehen. Die Entscheidung, diesen Grenzübergang zu nehmen ist richtig, da dies ein wichtiger Uebergang ist. Für die Zollabfertigungen auf der argentinischen und chilenischen Seite brauchen wir insgesamt weniger als eine Stunde. Am chilenischen Zoll wurden bei Sonja und Martin einige Zwiebeln, bei uns zwei Karotten beschlagnahmt.

Die Weiterfahrt führt uns in die Stadt Osorno, wo wir wieder reichlich einkaufen können. Wir stellen fest, dass die Lebensmittel und auch der Diesel sehr günstig sind. So kostet ein Liter Diesel etwa US$ 0.40 oder etwa Fr. 0.65. Heute würden wir gerne auf einen offiziellen Campingplatz aber die meisten sind noch geschlossen. Wir denken, dass an der Küste vielleicht einer geöffnet ist, weshalb wir über Valdivia schlussendlich nach Los Molinos fahren, welches direkt am Meer liegt. Laut Reiseführer befindet sich am Ende des Dorfes ein Campingplatz mit herrlicher Aussicht. Am späten Abend haben wir's geschafft, nur ist der Platz geschlossen. Was nun? Wir fahren etwas weiter über "Stock und Stein", aber nirgens bietet sich eine Möglichkeit zum Uebernachten. Bei einbrechender Dunkelheit fahren Sonja und Martin etwas weiter um eventuell doch noch etwas zu finden. Wir haben abgemacht, dass wenn es keine Möglichkeit gibt, wir ausserhalb Los Molinos in Richtung Valdivia, irgendwo auf einem Abstellplatz übernachten werden. Sonja und Martin kommen von ihrer Erkundung zurück und fahren an uns vorbei und wieder etwas voraus. Wir müssen zuerst unser Fahrzeug wenden und da die Strasse "super" ist, brauchen wir etwas länger. Das ist kein Problem, denn Sonja und Martin warten sicher irgendwo in Los Molinos. Kein Problem????? schon falsch.... denn Los Molinos hat eine Umfahrungsstrasse auf welcher wir zuerst einige hundert Meter weit fahren. Sonja und Martin sind aber nicht zu sehen. Doris meint, dass wir doch von der anderen Strasse gekommen sind, weshalb wir umkehren. Bald stellen wir fest, dass dies die Strasse mitten durch den Ort ist und fahren weiter, da ja die beiden vielleicht schon ausserhalb auf einem Platz stehen. Nach längerer Fahrt fahren wir wieder zurück, vielleicht begegnen wir uns? Wieder im Ort, welche Strasse nehmen wir nun? Die durchs Dorf und falls wir sie nicht sehen, auf der Umfahrungsstrasse zurück. Die Spannung steigt, wo sind sie und was machen sie? Nirgends zu finden, weshalb wir wieder zum Ort rausfahren, vielleicht stehen sie nun an einem Platz?...... Nach längerer Zeit kommen sie uns plötzlich entgegen. Gott sei Dank.... was ist passiert, fragen sie uns. ....... wie sich herausstellt haben sie auf der Umfahrungsstrasse, etwa 200 m weiter, da Kurve und für uns nicht sichtbar, gewartet. Nach einer Weile sind sie die ganze Schotterpiste zurückgefahren, denn sie dachten, uns sei etwas passiert oder wir hätten einen Platz gefunden. Da sie uns nicht fanden, sind sie in derselben Zeit als wir durch das Dorf gefahren sind, über die Umfahrungsstrasse weit bis gegen Valdivia zurückgefahren. Da sie uns nirgends fanden kehrten sie schlussendlich auch wieder. -- Hätten nun unsere Funkgeräte funktioniert, wäre dies kein Problem gewesen. ----- Nebenbei, da standen doch einige Leute an verschiedenen Stellen an der Strasse, an welchen wir nun viermal vorbeigefahren sind. Die machten sich sicher gewisse Gedanken.

Nun, wir haben uns zur späten Stunde für einen grösseren Platz direkt an der Strasse entschieden. Sonja und Martin plazieren das Fahrzeug richtig gegen die Büsche. Kurze Zeit später, bereits im Bett, hält ein Kleinbus auf dem Platz, Leute steigen aus und verschwinden in den Büschen...... Kein Problem, sie haben nur ihr Fahrzeug mitten in einen Weg gestellt, welcher anscheinend zu Liegenschaften führt. ... Auch bei Tageslicht würden wir nie auf die Idee kommen, dass es sich um einen Gehweg handelt.

Doch wir sind nun in Chile, sind bei guter Gesundheit und wir geniessen es. Wir sind gespannt, was uns nun im südlichen Teil von Chile erwartet. In der nördlichen Region ist es merklich wärmer, weshalb wir die nächsten Tage hier verbringen werden.

 

6.11.2001: Viele Grüsse an alle unsere Freunde und Bekannten,

Max - Doris - Sonja - Martin

 

 

 
Wal voller Lebenslust
Magellan Pinguin
Lago Nahuel Huapi
Rast am Lago Nahuel Huapi
San Martin de los Andes
Am Huechulafquen-See
Vulkan Lanin
Rein ins Badevergnügen (11°C)
geschafft --- herrlich --- kalt!
Grillvorbereitung
Orchidee
Orchidee (2)
Käfer
Lago Traful