Australien - Reisebricht Mai 2005 ( - 22.05.2005)

Nordwest-Australien

 
 
 

Reiseroute - Stand 22.05.2005

 

Von Dongara gehts nun nordwärts Richtung Kalbarri. Je weiter man nach Norden fährt, umso einsamer ist die Gegend. Das Strassennetz in Australien ist gut ausgebaut und man kommt recht zügig voran. Es hat viele längere, gerade Strecken und die Fahrerei ist etwas anstrengend, so muss man auch aufpassen, dass man nicht einschläft.Wir fahren unter anderem ein gerades Stück, d.h. 104 km, bis anhin das längste auf all unseren Reisen. Bei solchen Gelegenheiten beginnt man auch die Verkehrsfrequenz zu beachten. So zeigt sich, dass in den "Rush hours" auf die Distanz von 100 km etwa 70 - 80 Fahrzeuge entgegenkommen, während wir im normalem Verkehr zwischen 5 - 20 Fahrzeuge zählen. Im Radio sind also keine "Staumeldungen" zu hören. So ganz ohne Verkehrsinformationen geht es aber auch nicht, denn bei regnerischen Tagen kann es vorkommen, dass gewisse Strecken überflutet und teilweise nicht mehr passierbar sind. Verschiedene Strecken (Sandpisten) werden dann ganz gesperrt.

Trotzdem ist es nicht langweilig, solche Distanzen zu fahren. Ab und zu kommt ein Schwertransport entgegen, mit Dimensionen welche bei uns völlig undenkbar sind. Der grösste den wir bis anhin gesehen haben, hatte eine Breite von etwa 12 m.

Entlang der Strasse sieht man aber auch einiges, erfreuliche und unerfreuliche Sachen. Bis anhin haben wir mehr tote als lebendige Känguruhs gesehen. Auch wir haben beinahe einen Waran überfahren. Nach der Vollbremsung hatte er es dann sehr eilig!

Links: Wie gross ist die Distanz dieser Strasse, die zu sehen ist? ---- Zeitvertreib -- 9,2 km

Rechts: Verkehrsopfer - Schlange

Ab und zu sind Schwer-transporte zu sehen, welche die ganze Strassenbreite für sich beanspruchen.

 

Links: Dornechse

Rechts: Waran

Zurück zur Reise:

Das nächste Ziel unserer Reise ist der Kalbarri Nationalpark. Einserseits singd südlich vom Ort Kalbarri die felsigen Küsten sehr eindrücklich und andererseits bekommen wir die ersten Eindrücke von den unzähligen Gorges (Schluchten) die in verschiedenen Nationalparks in ganz Australien zu sehen sind.Und wie es so ist, wird bei jedem gesagt, dass es einer der schönsten ist.

Li: Pink Lagoon, Gregory

Re: Cliffs südl. Kalbarri

 

Li: Kalbarri NP

Re: dto. "The Window"

Wir fahren weiter nördlich entlang der Shark Bay. Beim bekannten Ort Monkey Mia sind die Delfine sehr gut zu beobachten. Beim Delfin Resaerch Center werden morgens jeweils einige Tiere angefüttert. Dabei werden auch interessante Informationen über Delfine abgegeben. Allerdings ist alles etwas touristisch aufgebaut.

Unterwegs passieren wir auch die Shell Beach, ein ca. 120 km langer Strand, welcher nicht aus Sand, sondern nur aus Millionen von kleinen Muscheln besteht. Früher wurden die Muscheln abgebaut und als Baumaterial für Häuser verwendet. Die teilweise bis zu 10 Meter hohen Muschelschichten wurden arg abgetragen. Heute ist der Strand geschützt, aber der durch den Abbau entstandene Schaden ist nicht mehr gutzumachen.

Delfine
Shell Beach

Weiter gehts nach Carnvarnon. Die Region ist bekannt für den Anbau von Gemüse und Früchten, hauptsächlich Bananen. Hier nutzen wir die Gelegenheit zum Einkaufen. Während mehreren Tagen ist das Wetter sehr regnerisch und einige Strassenabschnitte werden überflutet. Wir machen einen kleinen Abstecher (60 km) zu den Blowholes. Fontänen bis zu 20m schiessen bei starkem Seegang aus den Felsspalten. Wir haben Glück und können dieses Schauspiel noch bei gutem Wetter und einem herrlichen Sonnenuntergang beobachten.

Meeresbrandung und Blowholes

Überflutete Strassen
 
Ausgetrocknete Landschaft Region Carnarvon

Weiter geht die Fahrt bis zum Ningaloo Reef, d.h. nach Coral Bay und in den Cape Range Nationalpark bei Exmouth. Wir geniessen die Landschaft, die schönen Strände und natürlich immer wieder die Tierwelt. Das Ningaloo Reef ist ideal zum schnorcheln um die herrliche Unterwasserwelt zu erforschen. Das Reef ist bekannt, dass zu dieser Jahreszeit Walhaie und Mantas beobachtet werden können. So hat Max die Gelegenheit bezutzt um mit den Mantas schwimmen zu gehen.

In Exmouth feiern wir auch den Geburtstag von Doris mit einer Seafood-Platte, mmmhhh.... sehr fein!

No comment!

Galah's

Sonnenuntergang Cape Range

Little Corella

Ganz im Vertrauen, was meinst Du?

Nach einigen geruhsamen Tagen fahren wir weiter in den Karijini Nationalpark. Im Ernst, dieser soll wirklich einer der schönsten Nationalparks sein mit den Gorges und natürlichen Pools, welche zum baden einladen. Wir machen einige Wanderungen. In den Gorges hat es viel mehr Schatten und die Vegetation ist erstaunlich. Wir nutzen auch die Gelegenheit, uns in den Pools abzukühlen - richtig herrlich bei solchen Tagestemperaturen.
Waeno Gorge

Dales Gorge

Herrliche Erfrischung

Landschaftlich ist der Karijini Nationalpark wirklich sehr schön und wir geniessen einige Tage hier. Der Nationalpark liegt in der Region des Hamersley Range. Das Gebiet zeichnet sich durch reiche Vorkommen an Eisenerz aus. In der weiteren Umgebung findet man auch andere Bodenschätze wie Gold, Zinn, Magnesium und Kupfer.

Wir fahren weiter nach Port Hedland mit dem grössten Frachthafen Australiens. Frachtschiffe mit einer Tonnage von über 200.000 Tonnen werden hier mit Eisenerz beladen. Die Erze aus der Newman und Mt. Whaleback Region werden durch Züge mit 200 bis 300 Waggons (Ladekapazität 100 Tonnen pro Wagen, Länge ca. 10 m) transportiert. DieseWaggons werden insgesamt von etwa 6 Lokomotiven gezogen.

Unbeladener Zug mit 3oo Waggons und 6 Lokomotiven (über 3 km lang) fährt zurück zur Erzmine.

 

Schiff, ca. 160'000 To

Verlad von Erz

Nach wiederum ca. 600 km Fahrstrecke erreichen wir Broome. Kurz zuvor befindet sich die Roebuck Bay, welche weltweit einer der besten Beobachtungsorte für Watvögel ist. Wir machen einen Abstecher dorthin und sind begeistert, obwohl die Zugszeit der meisten Arten bereits vorbei ist.

In Broome war das Tauchen nach Perlmutt und Perlen lange Zeit die Haupterwerbsgrundlage der Einwohner. Überall in den Läden wird Perlschmuck angeboten. Heute sind der aufstrebende Tourismus und die Fleischverarbeitung ein wichtiger Wirtschaftszweig. In den modernen Schlachthöfen werden in der Saison ca. 40'000 Rinder verarbeitet. Grosse Lkw-Züge mit mehr als zwei Anhängern und mit 50 m Länge (cattle trains) bringen das Schlachtvieh von den umliegenden Farmen.

Im Norden von Broome befindet sich der Renommierstrand Cable Beach, ein traumhafter, 22 km langer weisser Sandstrand am türkisblauen Meer.

Nördlich dieser Breitengrade beginnt das Vorkommen des Salzwasser Krokodils. Zur Information besuchen wir Malcom Douglas Crocodile Parc, welcher durch das Fernsehen bekannt ist. Er besitzt über 4000 Krokodile, wobei die grössten bis 5.4 m lang sind.